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Kurzer Abriß über eine lange Verlagsgeschichte Der Verlag E.S. Mittler & Sohn wurde 1789 in Berlin von dem Druckereibesitzer Wilhelm Johann Heinrich Dieterici gegründet und ist damit gleich alt wie das Schwesterunternehmen Koehlers Verlagsgesellschaft. Weil der Firmengründer keine männlichen Nachkommen hatte, erwarb die Firma den Namen des Schwiegersohnes Ernst Siegfried Mittler. Die Familie Mittler brachte eine ganze Reihe bedeutender Verlegerpersönlichkeiten hervor, die vom preußischen Königshaus in besonderer Weise privilegiert wurden. Das Bildungsideal der Aufklärung führte zu einem besonderen Aufschwung des Verlagsbuchhandels, von dem auch E.S. Mittler & Sohn nachhaltig profitierte. Der Verlag mit seiner Druckerei wuchs zu einem der größten Verlagshäuser Deutschlands heran. Im ausgehenden 19. Jahrhundert erschien praktisch täglich ein neues Buch, die verlagseigene Druckerei beschäftigte mehrere 100 Mitarbeiter.
Das Verlagsprogramm erstreckte sich von Schulbüchern über wissenschaftliche Veröffentlichungen vor allem zur Geschichte und Philosophie bis hin zu schöngeistigen Literatur, statistischen Jahrbüchern, Kartenwerken und wehrwissenschaftlichen Veröffentlichungen. E.S. Mittler & Sohn wurde zum bedeutendsten Verlag für militärgeschichtliche Literatur und druckte für die Streitkräfte Dienstvorschriften und Fachzeitschriften in großer Zahl. Obwohl dieser Teil der Verlagsproduktion über die längste Zeit weniger als die Hälfte der Veröffentlichungen ausmachte, war so der verlegerische Erfolg sehr eng mit der politischen Entwicklung Deutschlands verknüpft. Heute ist E.S. Mittler & Sohn einer der führenden Fachverlage für Sicherheitspolitische Veröffentlichungen und zeitgeschichtliche Werke. Neben der Zeitschrift Europäische Sicherheit (englische Ausgabe European Security), MarineForum und Mittler Brief erscheint regelmäßig der Reibert als unverzichtbares Handbuch für den Soldaten der Bundeswehr. |
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